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Du kannst sehen, was du hast!

 
 


Es gibt viele Gründe, die neue Serie „Parenthood“ nicht wirklich zu mögen. Die abgestandenen Geschichten, die immer wiederkehrenden Probleme in Familienserien und Liebschaften, die keine werden.

Aber mal ehrlich, wir brauchen nicht viele Gründe, um es NICHT zu sehen, wir haben EINEN Grund, um es zu tun und der heißt: Lauren!

Kommt Leute, die Frau rockt! Wenn Lauren auf der Mattscheibe erscheint, dann wirkt das ganze auf einmal irgendwie glaubwürdig. Wenn sie mit der Tochter streitet, den Sohn tröstet, mit ihrem Bruder redet oder mit dem Englischlehrer ihrer Tochter flirtet: Lauren ist Lauren oder zumindest der Charakter, der sie vorgibt zu sein.

Deswegen alleine muss man sie in der Serie mögen und als Zuschauer kann man sich freuen, dass es eben Schauspieler gibt, die gerne Serien machen und einem Woche um Woche das gute Gefühl geben, so, ja genauso könnte das Leben sein.

Der positive Effekt der Rückkehr auf den Bildschirm ist wieder die erhöhte Presseaufmerksamkeit, einhergehend mit wirklich gelungenen Bildern.

Ich spreche von dem „Emmy Magazin“, dessen Titelbild Lauren diesen Monat ziert.

Sie zeigen eine Frau mittleren Alters, die einfach schön ist! Ja, ja, wir könnten jetzt natürlich wieder heiß diskutieren, wann ist Frau schön? Was macht Frau schön? Was definiert Schönheit z.B. mit 20 Jahren und warum glaubt man, dass Helen Mirren mit 65 einfach eben sehr schön ist? Oder besser gesagt: ausstrahlt!

Ich habe das Thema schon mehrfach in meinen Kolumnen aufgegriffen, immer auf der Suche nach dem Quell der Lauren-Schönheit und auch in dem Interview für besagte Zeitung findet man das „Geheimnis Lauren“ zwischen den Zeilen oder womöglich sogar ganz direkt im Wort!

Denn anstatt immer nur unzufrieden auf den Zustand des Seins zu blicken, hat Frau Graham die wunderbare Angewohnheit zu sehen, was sie hat! Und kann es auch würdigen.

Sie weiß, was sie kann, was sie erreicht hat und daraus entsteht eine gewisse Form der Dankbarkeit dem Leben gegenüber. Das macht Menschen schön.

Ich weiß, viele Fans müssen womöglich den Traum aufgeben: Lauren mit Babybauch die Straßen von Los Feliz entlang marschieren und an ihre Seite irgendso einen wirklichen Hottie Kollegen als vermeintlichen Vater.

Nein, ich suhle mich jetzt nicht im Unglück dieser Fan-Fantasien, aber ich möchte nochmals darauf hinweisen: Frauen können auch glücklich sein, wenn sie keine eigenen Kinder haben. Und das „eigene“ möchte ich nochmals in den Blick rücken.

Denn Lauren offenbart: wenn sie einen Partner findet, der Kinder in die Beziehung mitbringen würde, dann wäre das für sie sehr spannend. Spannend positiv!

Kein neues Lebenskonzept und nahe an der Realität: Männer in ihrem Alter haben unter Umständen schon die ersten „Ehen“ hinter sich, warum also nicht auch Kinder mitbringen?

Lebensentwürfe müssen heute neu überdacht werden. Das klassische Modell (heiraten, Kinder bekommen, zusammen alt werden), funktioniert in vielen Fällen eben nicht mehr.

Das Glück liegt irgendwo dazwischen und ganz bestimmt gerade dort, wo man es nicht verzweifelt sucht.

Lauren sieht, was sie hat: eine gute Beziehung zu ihren Geschwistern, zu ihrer Familie, zu ihrem Patenkind. Das alles sind ihre Familien, das füllt sie aus.

Sie hat einen Beruf, der ihr Spaß macht, sie hat ein schönes Haus und die Gewissheit, dass sie millionenfach geliebt wird. Das ist ihr zwar immer noch peinlich, aber gerade das macht sie UNS so charmant.

Lauren hat sich die Dinge hart erarbeitet und sie hat anscheinend eine Person, die man gerne zur Freundin hat. Mensch, was willst Du mehr?

Warum ich „anscheinend“ schreibe? Weil ich sie nicht kenne und es daher nicht persönlich behaupten kann. Aber bitte: seit 2006 schreibe ich meine Lauren Kolumnen – würde ich über ein garstiges Biest so viele Worte verlieren? J

Das ist ihre Schönheit – zu wissen, was man hat! Gut, die langen, dunklen Haare und blauen Augen stören dabei nicht. Das Lächeln in ihrem Gesicht gibt uns allen Recht: wir wissen, warum wir Lauren mögen! Sie ist eben schön!

© Koile 2010