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Prolog
Sturmangriff
Die erschte 10 Jahr
Die näschste 10 Jahr
Schtudium und Usbildig
Beam me up, Amy……
Family Television Award 2001
Ich schaffä, also bin ich...
Quo vadis Lauren?
„Schwäz, dass ich Dich gseh ....“
   
„Mir chönet üs verstoh, aber düte cha jeder nur sich selber “.
(Hermann Hesse, „Demian“)
 
     
  Es git si wie sand am Meer! Wie chlini Chörner am Strand, glitzeret sie wie Diamante,jedi für sich einzigartig, doch i de masse gönts unter.Schauspielerinne in amerikanische Fernsehserie,wer cha sich an ihri Gsichter erinnere? Wer ordnet no de richtig Name zue? Jung, charmant,sexy bisjetzt mässig talentiert. Mit de Serie wachset sie-vellicht zum Star? Zum Megastar? Oder doch nur zunere Sternschnuppe, wo fallend im helle Schweif veglüeht ?

D’serie chömmet und gönnd, Erfolg hät das was gfallt.Was gfalle wird chamer vorher nöd bestimme. Mengisch brucht Erfolg Zit, doch die hät mo in de fernsehbranche nöd. Zit isch genau so vegänglich wie d’serie und mit dä serie gönnt d’schauspieler, und so schlüsst sich de Chreis. Sie tauchet uf, sie tauchet ab, vellicht händs mensche für churzi Zit bewegt,Freud brocht,nur weg ihrer Aweseheit. Im grund ä schöni Sach.

Hinter denne Schauspieler sind Mensche, und jeder vo ihne isch einzigartig und wärs Wert, dass sini gschichte ufgschribe werdet, obwohl sie üs einzigartig vorchömet, sinds normal, gwöhnlich, hald Mensche. De eint me, de ander weniger, je nach grad vom Erfolg und rummel wo um si gmacht wird.

Trotzdem hends öpis wa’s ufseh erregt,was eim veanlasst,z’forsche,z’frage, en Blick z’riskiere.De blick isch widerrum durch medie gfiltäret, selektiert, objektivirt, fefremdet. Wer weiss scho was wenn, wo, und wie gseit worde isch? Au i ha da problem wenn i Date und Fakte zsemmetrei.Wenn i Ablaeuf zsämme setz, i cha mer nie sicher sie obs so wirklich gsi isch, i bi nöed debi gsi. Ich kenn d’Lauren Graham nöd persönlich, i kenn au niemet wo sie persönlich kennt. I ha nur’s Internet,Artikel,Bricht Interviews, und Tallshows, und döet begegnet mo de proffesionele, wo d’öffentlichkeit für ihri zweck nutzt,sich darstellt,spielt,schmeichlet,oder sich eifach as „sich selbst“ usgit .

Um d’Lauren ihri gschicht zvezelä, muess i witt vorne afo,am beschte bi ihrer Geburt,und mich durch ä Chindheit hangle,wo nöd ussergwöhnlich, aber prägend gnueg gsi isch um sie zu dem zmache, wa mir glaubed als Lauren graham zseh. I will ä gschicht vezelä, wo nÖed frei erfunde isch, sondern sich um en wirkliche,eimolige und lebende mensche handlet. Und dass hinter ihrne gsichtszüg en kreative geischt mit sini Eigearte steckt .
 
   
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  Sturmangriff  
     
  Ihri Auge sprüet vor Agriffsluscht, es chan eim fasch Angscht und bang werde, mi seht en Sturm uffzieh und tatsächlich:scho chunt än undbändige Redeschwall, ohni punkt und Koma,d’wort wie gwehrsalve,und d’ärme wild am geschte mache.Dere Frau will mo nöt gegeüber stoh,wenn sie in fahrt chunt.Und doch steckt ihri Art a,d’funke wo si schlot springet übere.De Flechebrand wo sie uslöst isch schwer z’lösche.

Lorelai Gilmore isch kein eifache Charakter.Sie isch latent, unberechebar, lunisch, immer zum Sprung bereit in ihrer chaotische Welt.trotsdem selte verströmt en Mensch ä so ä liebeswürdigs Chaos wie sie.

Lorelai Gilmore isch Lauren Graham oder isch Lauren Graham Lorelai Gilmore?Wo Lauren ufhört und Lorelai afangt chönnet nöd e mol ihri Schauspielkollege mengisch säge.Irgendwo zwüschet Himmel und dä nögschte Szene.Die „Eh“ zwischet Charakter und Schauspielerin isch praktisch perfekt. Hend das produzente vo Warner bros. ghant als sie im Johr 2000 d’Lauren Graham für ihri serie „The gilmore girls“ castet hend, dass do ä Chemi entstoht, wo de Erfolg fu dere Serie usmache wird?

Hät d’Lauren ahne chönne das nach ethliche churze gaschtrolle,do de langersehnte Durchbruch chunt? Hends ihri Elterä Donna Grant und Larence Graham ahne chönne.wo sie s’liecht vo dä Welt erblickt hät? Wenn denn hättet sie ihrem baby kaffi in d’nuggifläsche tue.Früe üebt sich,was en meischter werde will.
 
   
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  Die erschte 10 Jahr  
     
  D’Lauren Helen Graham isch am 16.3.1967 in Honolulu/Hawaii ufd Wält cho, ein Tag vor em irische Nationalfirtig „St. Patricks day".

Als Chind vonere irisch-katholische Familie mit entschprechendem Nationalgfühl, hett s’Timing nöd chöne besser si.

 
 
Bild vergrößern   Die jung Familie hät, bruefsbedingt dur dä Vater, d’Ziit uf dä amerikanische Nordpazifik Insle verbracht. D’ Grahams sind nach Virginia überegsidlet, aber d’Ehe isch is Stolpere grate und zerbroche. Mit 28 Jahr hät sich dä Lawrence änere Situation usgsetzt, wo für sini Ziit meh als ungwöhnlich gsi isch, er isch alleinerziendä Vater vo dä 5-jährige Lauren worde.
 
     
 

D’Donna Grant wird als ältischti vo 4 Töchterä (Angela, Deborah und Kitty) i ä baptistischi Missionarsfamilie in South Carolina/US geborä. Ihri Elterä, Kathryn und Worth, sind engagierti Chrischtä, wo ihres Läbe nachem Willä Gottes und nach em Erfordernis vo dä baptistischä Mission usrichtet. Das verlangt u.a. bo dä Familie ä Umsiedlig nach Japan, wo sie 20 Jahr hettet läbe sölle. Kitty, die jüngscht Schwöschter, wird dort geborä.

Kathryn Grant schriebt i ihrem Buech „Making the most of the best of your life“ (1990), dass es für ihri Chindä kei liechti Ziit gsi isch, sich inerä neuä Kultur, wo ä dä amerikanische so fern isch, i z’findä. Trotzdem heged sie in Japan als Familie ä glücklichi Ziit erläbt.

D’Donna isch nachem Studium nach Amerika uf d’Furma Universität, Greenville, S.C, zruggkehrt. Sie isch uf sich allei gschtellt, d’Trännig vo ihrerä Familiä macht ihrä schwer z’schaffä. Zudem muess sie sich wieder i ä Kultur und Gsellschaft igliderä, wo ihrä über die Jahr främd wordä isch.

Isch die früeh Hürat en Kompensationsversuech gsi, zum die fählend Geborgäheit vodä Familie z’ersetzä?

Tatsach bliibt: D’Donna empfindet Ehe und Familie als iängend und möchte sich künschtlerisch Verwürklichä. Kein hässlichä Scheidigschrieg, dä Lawrence isch i dä besserä finanziellä Situation und so wird er und d’Lauren zuekünftig ihres eigenä Universum bildä.

D’Scheidig hinterlat bi dä Kathryn es tüüfs Gfühl vo eigem müetterlichä Versagä, will ihri chrischtlichi Überzügig vo Muetterschaft, Ehe und Familie laht sich nöd mit dä Tatsach vo enerä Scheidig überein bringä.

D’Ironie: die baptistisch Gmeind Washington schlat d’Kathryn zudä „Muetter vom Jahr“ für dä Distrikt Columbia vor, enerä nationalä Nominierig hett dänn sölle folge.

Aber für d’Kathryn isch ä „Muetter vom Jahr“ ä „Supermuetter“, einei wo bacht und chocht, dä Huushalt allei versorgt, sich um ihrä Ma und d’Chind kümmerät und es harmonischs Dehei schafft.

Sie aber hät Hushaltshilfä gha und Babysitter in Japan und en Ehema, wo sich aktiv is Familieläbe ibracht hät. Und: so ä Muetter hät kei Tochter, wo sich scheidä lat!

Nach langem Zögerä und guetäm Zueredä vo ihrnä Töchterä nimmt sie d’Nominierig dänn doch a, wird aber uf nationaler Ebeni nöd gwählt.

D’Kathryn Grant isch ä engagierti Persönlichkeit, wo sich für ihri Überzügigä 100% isetzt. Viellicht ä Uswürkig vo ihrerä eigenä Herkunft, will ihrä Vatter, Walton Murff Stephens (geborä 1893!), isch Mitglied vom Parlamänt und schpöter Senator vo South Carolina gsi.

Sie isch i enerä chrischtlich-baptistischä Familie mit 2 Schwöschterä und eim Brüeder in Abbeville, S.C. ufgwachsä. Chiläbsüech genauso wie Bet- und Biebelstundä sind wichtigi Bestandteil vom Familieläbe vodä Stephens gsi.

Obwohl nach traditionellä Rolläbilder strukturiert und geprägt, hät dä Vatter Stephens sinerä Tochter ä Lektion vermittlet, wora sich d’Kathryn haltä söll: Frauä chönnd genauso wie Männer ä Füehrigsposition inäh. Gschlächt isch keis Hemmnis. Obwohl d’Realität i derä Ziit definitiv anderscht usgseh hät, d’Kathryn hät ihri Ziel mit grossem Engagement verfolgt.

Sie hät sich für d’Rächt vo benachteiligtä und unterdrucktä Frauä igsetzt, hät im Rahmä vo ihrerä chirchlichä Arbet Programm gäge Missbruch und hüslichi Gwalt entwicklet.

Ihrä Ehema, Worth Grant, isch vo sinerä Beruefig zum Missionar vo sinerä Jugens a überzügt gsi. Er isch en stattlichä Ma gsi, en Footballplayer im College und en klugä Chopf: sin Abschluss hät er mit „cum laude“ gmacht.

Durch en gmeinsamä Bekanntä lernt er d’Kathryn känne, über Jahrä händ die beidä, teilwiis nur durch Briefkontakt ä innigi Fründschaft ufbaut. D’Basis isch ihrä chrischtlich Glaubä und d’Tüüfä verständnis i d’Liebi vom Gott gsi.

Trotz Scheidig und Sorgerächt für dä Lawrence händ d’Grosselterä Grant versuecht, dä Kontakt zu dä Lauren über die Jahr ufrächt und intensiv kommunikativ z’haltä. Sie händ Briefä gschriebä und händ Ziitigsartikel dezuepackt, wo’s dänkt händ, dasses d’Lauren interessierä chönnt.

Dä Lawrence Graham, Jahrgang 1943, stammt userä typisch amerikanischä Mittelstandsfamilie: 2 Brüederä, d’Muetter Huusfrau, dä Vatter Cheftrainer vonerä High School im Umland vo Valley Stream, N.Y. (Long Island).

Er hät Jura a diversä agsehenä Universitäte studiert, en amibitioniertä jungä Ma, mit enerä ussichtsriichä Karrierä als Awalt.

Dä Lawrence hät zwar d’Gsetz kännt, isch als Lobbyscht u.a. für d’Textilinduschtrie tätig gsi, aber äs Meitli z’erzieh isch für ihn ä Usäforderig gsi, derä er sich hät müesse stellä und bi derä er nöd hät wellä versagä. Es isch ä bsunderi Dynamik enschtandä, die Vatter-Tochter-Beziehig hät nach ihrnä eigenä Reglä funktioniert. Und sie funktioniert guet!

„Ich bin mier bewusst gsi, dass mini Situation ungwöhnlich gsi isch, aber im Allgemeine bin ich sehr glücklich gsi, vo mim Vater allei erzoge zwordä si...Obwohl ich schtrikti Reglä gha han, bin ich viel entschpannter uufgwachse, als anderi Chind. Min Vater isch so bemüeht gsi, nöd zscheitere, dass er sich dopplet agschtrengt hät. Ich han die beschte Pyjama_Partys gha, denn min Vater hät eus allei glah und isch am Morgä früeh ufgschtandä, zum eus Pfannkueche mache. Die meischte Chind händ min Vater cool und luschtig gfundä und meischtes hät mich eusi familiäri Situation eher einzigartig statt eigeartig gmacht.“

Wänn d’Lauren hüt über ihre Vater und ihri Chindheit redet, dänn schwingt Bewunderig und innigi Liebi i ihrnä Wort. Obwohl sie sich’s nöd verkneifä cha, ihres Huus in Arlington/Virginia als „Junggselläbudä“ z’bezeichnä:

„Mier händ ä wissi Lädercouch i dä Stubä gha und kei zwei Silberlüchter, wo zämme passt hät. Mier händ au kei Stüehl gha, womer d’Füess ufehebt und mit em Hund kuschlä chan.“

D’Wält schiint durch männliche Pragmatismus zbeschtimmt zsi, kei Muetter, wo d’Stubä dekoriert, s’Ässe pünktlich ufdä Tisch schtellt und em Meitli d’Rüschechleidli stärkt Defür en Vater, wo ihre jede Abig vorgläse het, sodass d’Lauren scho mit 4 ½ Jahre selber het chöne läse und de Chindergarte voorziitig verlah het. Eine wo sini Tochter mi is Theater und Museum gno het und zum Gschäftsässe, wänn kein Babysitter ume gsi isch.

Dafür einen Vater, der seiner Tochter allabendlich vorlas, so dass Lauren mit 4 ½ Jahren bereits selbst lesen konnte und vorzeitig den Kindergarten verließ. Der seine Tochter mit ins Theater und Museum nahm, zu Geschäftsessen, wenn kein Babysitter zur Stelle war.

En Vater, wo Wert wie Astand, Fairness und Disziplin vermittelt. Wo Muet gmacht het, nöd mit de Masse zschwümme, nöd mit de Wölf zhüle, sondern neugierig zsi, uf d’Wält da usse. Eine, wo ihri Schtärchi beschore het. Dä Lawrence isch kein schträng Disziplinär, Schreie und Tobe nöd sini Art. Für d’Lauren isches schlimmschte gsi, wänn er gseit het, sie hetti ihn enttüscht.
 
     
  Au wänn en permanente wibliche Ifluss gfehlt het, Grossmuetter und Tantene sind dene beide immer zur Siite gschtande, d’Muetter isch schporadisch i ihrem Läbe awesend gsi. Da hend Verchäuferinne ghulfe, d’Schuelchleider uszueche und d’Lehrerinne händ ihrem Vater Tipps gäh, wie mer dä Lauren ihri Haare chönnt bändige.

 
 
Bild vergrößern   Die „irische“ Haar, wild, krüselet und bis jetzt widerschpengschtig. Me chönnt meine, wie s’Land, so sini Mensche mit sinä Attribute (=Eigeschafte). D’Brüedere vom Lawrence händ au Chinde , d’Ferie verbringt mer gmeinsam, dänn wird s’Einzelchind inere Grossfamilie ufgno.
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  D’Lauren isch als sogenannte „Tomboy“ uufgwachse. Da sind Bäum erklomme und wildi Spili veraschtaltet worde. Einzig Zöpf händ no äs Meitli erinneret. Und ihri Vorliebi: Pferde!

In Virginia, international bekannt für sini Pferdezucht, isch d’Liebi zu dene Tier dehei. Obwohl dä Lawrece gege Pferd allergisch gsi isch, hät er sini Tochter begleitet, isch nüssend und mit tränende Auge am Rand gschtande und het ihre zueglueget.

D’Lauren wär dern Jockey gworde, s’rasante Riitä, hät sie glaubt, schient ihre s’Richtige als Bruef z’si, doch ihri zuenemend Körpergrössi vo hüt 1m80cm hät de Wunsch zunichte gmacht.

Wie anderi Chind än imaginäre Fründ gha hend, so het d’Lauren äs imaginärs Pferd gha, wo „Strawberry“ gheisse het.

„Ich han kei Angscht vo Pferde gha. Sit ich 6 Jahr alt bin, jag ich dä Dinge nah, suche d’Useforderig, wo mich s’Fürchte lernt. Ich setzte das i die glich Relation wie Schauschpielerin z’si. Ob ufeme Pferd oder uf de Bühne, irgendöpis tribt dich a, fordertet dich use.“

Es hät usgseh, was Pferde abelangt, isch si es unerschrochenes Chind gsi. Kei Rippeprellige oder Chnochebrüch händ sie devo abghalte, wie ä Wildi deherzrite. Stürtz händ zum Alltag ghört. Usteschte, Gränze überschriite, Limits feschtlege. Eini, wo d’Gschwindikeit schetzt, mit Pferde oder Wörter.

Anstatt mit Puppe z’schpile, hät d’Lauren än Schtall gha mit 37 Plastickpferde. Sie chan die beschte Pferdefilm wie us de Kanone gschosse ufzele (allne vora „Black Beauty“) und liest mit Vorliebe Bücher vo Meitli, wo gern äs eignigs Pferd hettet.

Faszination Pferd! Ich chan persönlich nüt Erhellends zu dem Phänomen biträge und hole mir drum Rat bi Eim, wo’s wüsse chönnt, Johann Wolfgang Von Goethe, wo schriebt:

„Wie der Mensch sich körperlich niemals freier, erhabener, begünstigter fühlt als zu Pferde, wo er, ein verständiger Reiter, die mächtigen Glieder eines so herrlichen Tieres, eben als wären es die eigenen, seinem Willen unterwirft.“

Suscht beschriebt sich d’Lauren eher als äs schtills schüchs Chind. Sie hät schtundelang chöne i ihrem Zimmer sitze uns sich Schpili usdänke. En wache kreative Geischt!
 
   
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  Die nächsten 10 Jahre  
     
  D’80er Jahre: Popkultur, Frisure mit Haarschprey zu Kunschtwerke ufgschprühet, äs jungs Meitli mitem Name Madonna räklet sich lasziv ufeme Boot und hät gsunge „Like a Virgin“, d’Nena hät ihre erscht Nr. 1 Hit in Amerika mit „99 Luftbalons“ gha. I dä Ukraine hät sich dä Supergau mit eme Atomchraftwerk entwicklet, dä chalt Chrieg zwüsched Amerika und dä damalige UdSSR, händ d’Medie und s’Läbensgfühl beschtimmt, Szenariä über en mögliche Atomchrieg isch über d’Kinolinwänd gflimmeret.

Ob das d’Schüelerin Lauren Graham uf de Langley Highschool in McLean/Va bsunders bewegt hät, wüssemer nöd. Ihri lieblings Fim i dere Ziit sind dä Horrorschtreife „Freitag, der 13.“ und „Halloween“ gsi.

 
 
Bild vergrößern   Uf dä Schuelbilder vo dere Ziit gseht mer äs Meitli mit Schpange, Summerschprosse und emene fründliche Lächle. Sie isch fascht di Gröscht gsi i ihrere Klass, grösser als mängi Buebä. Kei Teenager-Schönheit, kei „Miss Schuelball“, aber schlagfertig. Immer für än guete Schpruch z’ha. Dä Humor als Schtrategie, über d’Unsicher heit wegzcho.
 
     
  D’Lauren isch i dä Schueltheatergruppe gsi, hät meischtens d’Hauptrolle übercho, z.B. i dä Musical-Produktion „Hello Dolly“, halb wahnsinnig vor Lampefieber isch si uf dä Bühne gschtande und hät sich d’Seelä us em Hals gsunge.

Sie hät gärn und viel gläse. Büecher werdet ihre persönlich Zuefluchtsort. Sie hät immer äs Buech debi gha, für dä Fall, das es ihre langwielig chönnt werde.

Nöd alli Frage händ vom Vater chönne beantwortet werde, d’Frage nach Schmink-Tipps, nach Mode und Styling, all das isch ihm fremd. Dä Lawrence hät nöd chönne verschtah, wieso sini Tochter jetzt schtundelang im Bad verbracht hät, no weniger hät er d’Selbschtversüech in Sache „Make-up“ chönne guet heisse. D’Lauren hät wieterhin Jeans treit, Sweatshirts und Turnschueh. Doch jetzt hät sich öppis grundlegend gänderet: D’Sache, worüber Vater und Tochter voreme Jahr no gscherzt händ, hät sie jetzt bitter ernscht gno. D’Pupertät isch i vollem Gange gsi .
 
 
Bild bei Klick vergrößern   Wie vieli Meitli hät sich d’Lauren nöd als hübsch empfundä, hät die typisch „Ugly Duck“ Phase durchloffe – doch useme hässliche Entli isch dänn doch no än schöne Schwan worde! Ihri Skepsis bezüglich ihrem Usgseh hät sie sich bis hüt bewahrt. Übermassigem Inträsse a ihrere „Schönheit“ begägnet sie mit Ironie, bezeichnet ihres Gsicht als „typisch für än irische Farmer“.
 
     
  Im Huuse Graham hät sich 1981 en entschiedene Wandel vollzogä: Dä Lawrence hät erneut ghüratet. Endlich isch ä Frau in Huushalt cho, Karen, wo verschtandä hät, dass d’Farb vom Lippeschtift dä Tag rette chan, d’Frisur schtime muess und dass mer ä kaputti Hose nöd tackeret, sondern näht.

D’Lauren hät gueti Wort für ihri Schtiefmuetter und wieso söled sich Märli mit böse Schtiefmüettere immer wiederhohlä?

Sie isch 14 Jahr alt, lebt 10 Jahr als Einzelchind mit ihrem Vater i ihrere eigene Umlaufbahn und dänn hät sich Nachwuchs akündt i dä „neue Familie“ Graham. Isch d’Lauren über glücklich gsi über äs neus Gschwüschterti? Isch sie ifersüchtig gsi? Jedefalls: us em Einzelchind , wo nie glernt hät z’teile, isch plötzlich ä grossi Schwöschter worde.

Sie wird Teil vonere Patchwork-Familie, ihri eignig Muetter hät au nomal ä Tochter (Shade) übercho und d’Karen und dä Lawrence ä Tochter (Maggie) und än Sohn (Chris).

Öffentlich presentiert sich d’Lauren hüt als Familiemensch, freut sich über die guet Beziehig, wo sie mit ihrene jüngere Gschwüschterte teilt, wo ihre au helfed, ihri Rollä als jungi Muetter i dä Serie „Gilmore Girls“ glaubwürdig z’schpiele.

Tüfepsychologischi Entwarnige: kei früehchindlichi Traumatisierige dur de Verluscht vo de Muetter als erschti Beziehigsperson im Läbe. Kei Verkoksig dur die zwangswiesi Konzentrierung uf de Vater, kein überschteigertä „Elektra-Komplex“. Aber trotzdem: Dä jung Mensch schiint usgschtattet z’si mit enere schtarche Vorschtelligschraft und emene Talänt, Mensche zum Lache z’bringe, z’unterhaltä oder eifach z’bewege.

Dä Psychoanalytiker C.G. Jung gseht die schöpferisch Chraft vomene Künschtler i ihrere innerliche Zerrisseheit, i ihrene bewusste oder unbewusste Konflikte. Us dem ziehed sie ihri Bilder, Visione, wo sie menschlich erlebt und verschtande händ.

„Prinzipiell unterscheidet sich d’Phantasie vom Künschtler vo dere vomene gwöhnliche Mensch natürlich nöd; Was aber dä Künschtler usmacht, isch nebed äm Richtum, dä Originalität und dä Lebändigkeit vo dä Phantasieprodukt in erschter Linie sini Fähigkeit zur formende Chraft, womit er sini Ifäll gschtaltet.“
 
   
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  Schtudium und Usbildig  
     
  1985 hät d’Lauren ihre Abschluss gmacht und entschlosse, uf New York a d’Universität z’gah.

„I minere Familie isch ä akademischi qualifizierti Usbildig wichtig und vo daher isch es au entscheidend gsi, uf welli Universität ich gah würd.

Sie bewirbt sich a dä Hochschuel für Schauspielerei und Musig, hät aber feschtgschtellt:

„Ich han meh müesse läse und mich bilde, bevor ich mich ufem Bode umerollä und so tuen, als wär ich än Leu."

Sie hät uf’s anerkännte Barnard College/Manhattan gwächslet, wo am Campus vo dä NYU agschlosse isch. S’Bsundrige a Barnard: Es isch es reins Fraue-Collage. D’Lauren hät sich im Hauptfach Englisch igschriebe und hät vo det a amerikanischi Literarut schtudiert. Was isch nöcher gläge, Büecher sind scho immer ihri schtille Begleiter gsi.

New York! D’Schtadt wo niemals schlaft. D’Schtadt, wo dä Ufschtig und Fall so eng binänand lieged , wo Träum gschponne werdet und ebeso verrinned. Wie viel jungi Mänsche gönd nach New York a Schauspielschuele, wie viel edet als Chällner i billige Bars? New York, Sammelbecki vo vielne Kulture, alles isch möglich, kei Limits, aber au än schtändige Überläbenskampf.

Dä Lauren isch es au nöd besser ergangä, die Ziit isch vo schtändiger Geldknappheit prägt. Da sie nöd ufem Campus gwohnt hät, händ ihre sogar ab und zue äs paar Cent gfehlt, zum mit dä U-Bahn z’fahre.

Warum d’Familie als finanzielle Unterschtützer nöd igschprunge isch? Mer chan nur schpekuliere. Viellicht isch dä Vater uf em Schtandpunkt gschtandä, dass mer sich im Läbe d’Sache härt erarbeite muess, dass mer sie nög gschänkt überchunnt.

D’Lauren hät ihres Schtudium erfolgriech abgschlosse (Bachelor in Englisch). D’Schauschpielerei hät sie „nebedher“ betribe, hät u.a. inere freie Theatergruppe gschpielt.

D’Ironie vom Schicksal: Ihre erscht „bezahlti“ Job isch ä Videoproduktion als Prävention gäge Teenager-Schwangerschafte gsi. Lorelai Gilmore hät scho mal us ferner Zuekunft grüesse lah.

En Agent isch nöd z’becho gsi und ohni Agent isch mer als Schauspielerin nüt. Will Agente sueched Jobs, planed Karriere. Da schtellt sich nöd d’Frag nach Talent, da schtellt sich d’Frag nach Vermarktig.

D’Lauren hät sich nöd chönne platziere , isch zwüsched Chällner-, Bibliothekars- und Verchausjob im Luxus-Chaufhuus „Barneys“ hin und her ghezt .

„Für Barneys han ich nie die richtige Chleider gha und sie sind so nett gsi und händ gseit, ich chan mir öppis uslehne.“

Fruscht hät sich breit gmacht, kein Silberschtreife am Horizont, kein Agent, kei Rolle, kei Geld, keis Voracho.

Sie hät sich nomal für ä Usbildig entschiede, dasmal im Fach Schauspielerei a dä Southern Methodist University in Dallas/Texas.

D’Southern Methodist University gnüsst än hervorragende Ruef im Bezug uf Schauspieler-Usbildige. Zudem bütet die Universität am Endi vo de Schtudieziit äs bsundrigs Casting a, wo vo sogenannta „Showcases“, a dem u.a. Agente teilnehmed, zum neui Talent z’verpflichte.

Drü Jahr hät sie a de Southern Methodist University (Abgang 1992) verbracht und hät am Schluss tatsächlich dä Schprung i dä „Showcases“ gschafft".

Jetzt hät sie nöd nur en „Bachelor“ in Englisch, sondern au no en „Master Degree“ i Schauspiel. Und sie hät en Agent gha. Jetzt höts nur no chönne ufwerts gah.
 
     
 
  Aber zerscht mal isch es uf d’Couch gange! Nöd zur Therapie , au nöd uf „d’Bsetzigscouch“, sondern bi ihrere Tante in Long Beach, ca. 20 km no Los Angeles entfernt. Die unkomfortabli Schlafglägeheit isch Usdruck vomene fehlende Job gsi. D’Lauren hät Werbig für Gschierrschpüelmittel gmacht, hät sich is schtickige Plüschkoschtüm vom Maskottchen „Striker“ zwängt, bi de Fuessballwelt-meischterschaft 1994.
 
     
  S’Letschte isch immer ä gueti Anektote wert: Ihre Agent hät ihre aglüte und sie gfröget, wie gross sie eigentlich seg. D’Lauren, schtolzi 1,80 m, hät sich nöd chönne rächt erkläre, warum ihre Agent freudig gmeint hät „Dänn passisch is Koschtüm“. Acho, wo sie buechet worde isch, „zum 1,80 m z’si“, hät sie die wahr Natur vo dem Job erkännt. „Striker“, äs Hunde-maskottchen, sött zu de allgemeine Erheiterig bi de Fuessballgmeind biträge.

Dä Job hät sie sich mit no ere Frau teilt, wo aber im Koschtüm unglaublich gschwitzt hät und so isch sie immer is „durchträkte“ Plüschfell mit überdimensioniertem Chopf gschlüpft. So abtrännt vo de Wält hät sie brav für jedes Foti „glächlet“ wo s’Fuessballteam mit ihre hät welle mache. Es git Karriere, die schtartet würkli im Dunkle!
 
     
  S’Läbe uf dä Couch bi dä Tante hät es End müesse ha, dä Lauren ihri Ussichte sind gleich null gs.

Sie isch mit de Connie Britton, enere Schauspielkollegin, in äs völlig un möblierts Huus in L.A. zoge. Äs Läbe i schpartanischer Kargheit, ageblich nur ei Pfanne im Huus, Gescht sind ufem Bode gsässe.

Mier schriebed s’Jahr 1995, d’Lauren hät ihri erscht „gross“ Rolle als Shelly i de Serie „Caroline in the city“ glandet. Shelly isch ä Frau vo beschtächender Eifälltigkeit mitenere pipsige Schtimm. Kei grossi Charakterschtudie, aber wenigschtens en Job im Fernseh. Zwar: Bi de Fülle vo de schtändig neu erschienende Serie verlührt sich de Zueschauer zuenehmend i de Uswahl.

S’Gsetz vo de Quote schlat da gnadelos zue. I de kommende 5 Jahr wird d’Lauren i verschiedene Fernsehuftritt churzi Gaschtuftritt absolviere. Ä grösseri Rolle schiint ihre nöd vergönnt und es paar vo dene Shows sind nur vo churzer Dur.

Ihre hanget uf einmal en sältsame Ruef a: Sie ghört zu de Schauspieler, wo i Serie mitschpieled wo regelmässig flopped. Misserfolg als Markezeiche? Scho witzlet mer, d’Lauren Graham z’verpflichte besieglet s’schnelli Endi vonere Serie. Es Schtigma, wo sie selber nur schwer verdaue chan.
 
   
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  Beam me up, Amy…….  
     
  New York, 16. März (!) 2000: entnervt sind Produzänte und Casting-Chefs zämme gsässe. Wie viel Schauspieler hät mer scho agluegt, zum d’Rolle vo de Lorelai Gilmore z’bsetze? Sie händ dä Überblick verlore. D’Schauspielerin muess witzig und schlagfertig si, muess Charme bsitze, die nötig Ironie und Sarkasmus mitbringe, zum die usdüftlete Dialög entschprächend „übere z’bringe“. Sie muess jung si, aber nöd zu jung, sexy, aber kein Playmate-Verschnitt. I däre Altersklass gits unzähligi Schauspielerinne, aber keini hät bisher s’Team überzügt. Ei Wuche vor Drehbeginn, susch isch alles klar gsi, nur d’Hauptrolle nöd. Äs Horrorszenario!

Und dänn isch d’Lauren Graham cho!

„ Mier händ sofort gwüsst, dass es das isch, SIE isch es“, verzellt d’Produzäntin und dä geischtig Chopf für „Gilmore Girls“ Amy Sherman-Palladino imene Interview.

D’Amy Sherman-Palladino, Jahrgang 1966, isch ä unkonventionelli Frau. Eigentlich hät ihri Muetter wellä, dass sie Tänzerin wird, aber d’Amy hät sich nach äm Highschool-Abschluss enere Comedy-Truppe „The Groundlings“ in L.A. agschlosse und schpöter hät sie 4 Jahr als Schrieberin für d’Erfolgsserie „Roseanne“ gschaffed. D’Amy isch verhüratet mit äm Daniel Palladino, wo für Gilmore Girls mitverantwortlich isch.

Aber wie isch es zu dere Serie cho? Bi ämene Arbetsgschpröch im Huus Warner Brothers hät d’Amy näbedbi erwähnt u.a. ä Idee über ä ussergwöhnlichi Muetter-Tocher-Beziehig z’ha, wo nöd im klassische Sinn wär, sondern im Schtil vo Muetter und Tocher als Fründinne. Sie hät das eifach nur so dähi gseit und Warner isch agschprunge. Jetzt isch d’Amy gforderet gsi, sie söll ä neui Show kreieren.

Dä Inhalt vo dä Serie :

D’Lorelai Gilmore, Tochter us äme konservative und riche Huus wird mit 16ni ungwollt schwanger, dreht am Elterehuus dä Rugge zue und zieht ihri Tochter Rory allei gross. Ihres Verhältnis zu ihrene Eltere, Emily und Richard, isch meh als schlächt, beidi chönd dä „nöd-schtandesgmäss“ Werdegang vo ihrere Tochter nöd überwinde. Bsunders mit ihrere Muetter Emily hät d’Lorelai grossi Meinigsverschiedeheite.

Dä schtändig Konflikt bildet s’Grüscht vo dä Serie. Dä Lorelai ihri Beziehig zu dä Rory hingegä, wird treit vo Verständnis und fründschaftlichem Zämmesi. Die Beidä würked wie ä schtudentischi Wohngmeinschaft oder wie zwei Schwöschtere.

Ort vo dä Handlig: Stars Hollow, äs chlises fiktivs Örtli im Bundesschtaat Conneticut mit sine liebeswürdige Iwohner, wo alli uf ihri Art komisch würked. Es schiint, in Stars Hollow passiert nie irgendöppis Böses.

Dä Pilotfilm zu Gilmore Girls isch in Toronto/Kanada dreht worde, die eigentlich Serie uf äm Warner Broth. Areal in Burbank/CA.

D’Alexis Bledel schpielt d’Rory, wo mit ihrer ruhige, überlegende Art genau s’usglichende Gegeteil vo ihrere meischtens usgflippte Muetter isch. D’Rory, am Afang vo de Serie 16 Jahr alt, isch ä gueti Seel, bi allne beliebt, vernünftig, ä Muschterschüelerin. Sie liest gern, interessiert sich für d’Musig und Kultur, hät nöd gern Sport und sitzt am liebschte mit ihrere Muetter ässend vor äm Videofilme oder im Luke’s Diner. Die beide bildet ihri eignig chli Wält in Stars Hollow.

 
 
Bild bei Klick vergrößern   Alexis, Jahrgang 1981, isch für d’Serie ebeso en Glücksgriff wie d’Lauren. Mit ihrne grosse blaue Auge und ihrem herzige Gsicht erinnert sie a die jung Audrey Hepburn, au ihre TV-Grossvater Edward Hermann (Richard Gilmore) vergliicht sie mit ihre. Obwol sie praktisch kei Fernseh-und Schauspielerfahrige gha hät, hät sie d’Rolle übercho .   Bild bei Klick vergrößern
 
  Ihri Usschtralig isch echt, ihri jugendlichi Naivität als Rory glaubwürdig, Kamera schmeichelt ihrem hübsche Gsicht.  
     
  Aber was verblüfft, isch d’Chemie zwüsched „Muetter und Tochter“, zwüsched dä Schaupielerinne Lauren und Alexis.

Was so liecht und natürlich usgseht, isch für beidi Fraue härti Arbeit. Denn professionell hin oder her – wenn mer sich gar nöd kännt und äs innigs Muetter-Tochter-Verhältnis i wenige Täg schpiele sött, händ au Schauspieler ihri Berüehrigsgränze.

Beidi händ die erschte Wuche i dere Hisicht als „Schtrapaziös“ empfunde: Promotionbilder werdet gschosse, Wärmi uf Abruef, Sympathie im Schnällformat. Beziehige müens eigentlich langsam wachse, da isch kei Ziit für das, da wird produziert: 16 Schtunde am Tag, 5 Täg i de Wuche, amene Set, überfüllt mit Mensche. Privatsphäri gäge Null.

D’Alexis isch grad emal 19 Jahr alt, wo sie mit „Gilmore“ afangt, s’erschte Mal vo dehei weg, ohni ihri eignig Familie, wo sie sehr vermisst, imene Business und imene Tagesgschäft, wo ihre bisher nöd bekannt isch.

„Für d’Alexis isch das än riesige Schprung gsi, wo sie da gmacht hät“, seit d’Lauren i Interviews. „Das wär für Jede än unglaubliche Schock, aber no so jung, das isch Wahnsinn“.

Beidi betoned vo Afang a ihri guet Beziehig, wo sie ufem Set mitenand pfleged. Dä Altersunterschied zwüsched dä Lauren und dä Alexis isch glich zu dem zwüsched idem vo dä Lauren und ihrem nächschte Halbgschwüschteti.

Trotzdem schiened die beide privat charakterlich völlig unterschiedlich z’si, was au ihri Schauspielerkollege beschtätiged. Uf ihri „Chemie“ mit dä Alexis agschproche muetmasst d’Lauren, dass es a ihrere Gägesetzlichkeit liege chönnt, wo sich au i ihrne Geburtsdate usrückt, d’Alexis hät am 16. September Geburtstag, also genau 6 Mönet nach dä Lauren.

 
 
Bild bei Klick vergrößern   Möged Aschtrologe i dä Schtärne Erklärige sueche, Sunne und Mond gegenenand ufwiege, Tatsach isch: die Muetter-Tochter-Beziehig isch en Erfolg.
 
     
  Gilmore Girls isch ä Serie, wo usem Rahme fallt. Das lit zum eine a dä Textmängi, wo inere Folg verarbeitet wird. Chömed normali 1-Schtunde Serie mit ca. 50 Site us, isch äs Gilmore Girls Script meischtens um di 80 Site lang. Das bedüted, dass sie Mängi Text i schnällerem Tempo ufgseit werde muess. Zuedem sind die einzelne Szene länger, verglichbar mit Theaterdialög und werded am Schtuck dreiht. Daher müend d’ Schauspieler sehr exakt schaffe. „Arbeit, än huufe Arbeit“, wie’s d’Lauren immer wieder formuliert. Drehtäg wo nöd ende wänd. Am Endi vo jedem einzelne Drehtag geischtigi Erschöpfig. En Schprachtrainer hät am Afang ghulfe s’Tempo z’erhöhe. Meh Wörter pro Minute oder wie’s Paris Geller (gschpielt vo dä Liza Weil) inere Folg uf dä Punkt bringt: „Mier müend a dim WPM schaffe“ (Wörter pro Minute).

S’Konzept vo dä Serie isch nebed dä Schprachgschwindigkeit no ufeme wietere Pfieler uufbaut, nämlich die so genannte „Gilmore-isms“, Aspielige uf Film, Musig, Literatur. Det liest d’Rory Klassiker wie James Joyce „Ulysses“, am Tisch unterhaltet mer sich über Prag und dä Franz Kafka und drüber, dass mer wie Godot wartet.

Für d’Zueschauer isch äs en bsundrige Schpass die „Gilmore-isms“ usfindig z’mache und s’eigene Wüsse z’teschte.

Und Gilmore Girls läbt sim, wie ich finde, unschlagbare Humor. Vo dä bissige Dialög. Die volli Bandbreiti vo de Komik, vo schnödem Slapstick, bis feinsinnige Wortschpiel wir usgreizt.

Was am ufmerksame Zueschauer au nöd entgaht, isch das so genannte „Produktplacement“. Bischpiel: D’Rory chunnt zum Geburtstag än Apple-Computer über, d’Vorteil vomene Volvo als Familieauto werdet usführlich diskutiert, Toblerone asl einzig wahri Schoggi apriesenund Google als Suechmaschiene erwähnt („Emily, ich google dich mal“). Bekanntermass isch verschteckti Werbig die bescht Werbig und i dem Fall beschtens Zielgruppe-orientiert platziert.

Wie jedi Serie hät sich au Gilmore Girls zerscht mal müesse „finde“, dä Pilot isch dopplet dreiht worde , will Konkurente im Cast vorgno worde sind. Am 5.10.2000 isch es sowiet gsi-Gilmore –Girls isch s’erscht mal usgschtralt worde, dä Sendeplatz Dunnschtigabig am 8i. Und isch mit dem grad gege d’Erfolgsserie „Friends“ gloffe! D’Quote isch nöd schlächt für de Pilot, will sie bi 4,6 Millione Zueschauer gläge isch.

D’Lauren isch sich aber sicher gsi, im Dezember wär „die ganz Sach umä“, will d’Konkurenz isch hert gsi. Zwar sind sich Fersehkritiker einig, dass da ä Serie uf „The WB“ (Huuskanal vo Warner) laufe würd, wo Substanz, Humor und clever wär. Aber s’typische WB-Publikum sind jungi Lüt im Alter vo 12 bis 34 Jahr.

Würdi a.) das Publikum die Muetter-Tochter-Beziehig guet finde und b.) würdet au „elteri“ Zueschauer sich uf WB „verirre“, will immerhin sött Gilmore Girls 3 Generatione aschpreche?

Die erscht Schtaffle blüeht meh oder weniger im Schtille, hät sini (chli) Fanbase gfunde, hät Kritiker überzügt, aber d’Quote, immer die Quote. Gilmore isch i de erschte Schtaffle uf durchschnittlich 3,5 Millione Zueschauer gsunke. Doch scho i de 2. Schtaffle hät mer sich chöne uf 4,8 Mio. verbessere. Hüt, i de 5. Schtaffle liet mer durchschnittlich um 5,39, ghört bi WB zu einere vo de erfolgriechschte Serie.

Zum em herte Konkurenzdruck z’entwiche, hät mer dä Sendeplatz vom Dunschtig-uf de Tsischtigabig verlageret.

Über d’Serie Gilmore Girls chönt mer Büecher schriebe und drum muess ich mich da beschränke. Im Internet findet sich zig Forene und Websites, wo sich mit de Serie, ihrne Macher und Schauspieler, über dä Ort und d’Handlig, über Outfits und d’Kuriosität befassed und jede/jedi, wo vom „Gilmore Virus“ erfasst worde isch oder werde will, sött sich uf dä Weg is Netz mache und nach Herzensluscht schtöbere. Es lohnt sich!

Für d’Lauren isch hät es neus Kapitel i ihrere Karriere agfange, sie isch vorwärts cho, zum Star vo de Serie. Das hät einiges mit sich bracht, vor allem öffentlichs Inträsse, Interviews, Präss, Fotitermine. Jetz schiint sich alle inenand z’füege. D’Rplle, wo ihri schauspielerischi Schtärke bestätigt, ihre Humor, ihres Intellekt, ihres Usgseh.
 
   
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  Family Television Award 2001:  
     
  ... und es schallt dur dä Saal :

Ladies and Gentleman, Lauren Graham!

Mit entschlossene Schritt springt d’Lauren d’Schtufe zu de Bühne ufe, än anerkennende Aplaus breitet sich im Saal us. Im helle Hoseazug nimmt sie d’Uszeichnig entgege, lächlet schüch, au chli nervös und lueget immer wieder uf en chline Zettel, wo sie i de Handflächi hebet. Dänn s’typische

„Ich danke...“ und scho isch dä Augeblick verbi. En churze Wimpereschlag im Schtrom vo de Ziit.


Ä Adütig oder ä Usnahm? Wie wichtig sind Uszeichnige? Schlussendlich isch z.B. die höchscht Uszeichnig dä Oscar, au nume än Pris. 2003 hät sie nomal dä Family Television Award übercho als beschti Darschtellerin vonere Muetter inere Serie.

2002 wird sie für dä Golden Globe nominiert, die bedütenscht amerikanisch Fernsehuszeichnig. Es isch aber nume bi dä Nominierig bliebe. Dä begehrt Pris hät sie anere Andere müesse überla.
 
   
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  Ich schaffä, also bin ich……  
     
  Zum’s grad am Afang z’säge: Millione Mensche müend täglich härt und lang schaffe, Familie, Job, Verpflichtige. Dauerbelaschtig isch hüt agseit und scho no äs paar gsehnd sich miteme Job konfrontiert, wo ihn nöd erfreut, oder usfüllt, vo Spass isch gar nöd d’Red. Aber s’Chämi muess rauche, d’Chind bruched neui Schueh und s’Huus muess abzahlt werde. Dä Himmel uf Erde isch mängisch ebe grau.

Viellicht schiint’s eim ja dänn absurd, wänn än Schauspieler verzellt, wie aschträngend das wär, ä Serie z’dreihe, 5 Täg i de Wuche, bis zu 16 Stunde am Set. Und dänn die Fotitermine, i chice Chleider, äs perfekt’s Styling, lächle, immer hübsch lächle, zum sich dänn schpöter i sin Porsche-Cabriolet z’setzte und in kalifornische Sunneuntergang z’fahre.

Aber wie bi jedere Medaille, git’s ä 2. Site. Die gseht mer zerscht nöd: Wie dä Otto-Normal-Mänsch sich am Abig mit Fründe trifft, mit sim Hund i Badelatsche gaht go schpaziere, oder imene Lade völlig unerkännt sini Chips chaufe chann, läbed Mänsche wie d’Lauren ufeme schtändige Presentiertäller. Em Aug vo de Press, verträte dur Paparazzi, entgaht nüt. Wie peinlich muess es si, wämmer grad ä Sonderpackig Tampons is Ichaufswägeli rüert und eine vo hine frögt, ob mer „viellicht mal äs Autogramm ha chönnt, will mer Gilmore Girls so cool findet“...Ich wet’s mer nöd vorschtelle.

D’Lauren schiint sich über ihre Sonderschtatus bewusst z’si, will sie inere Talkshow zuegit, dass es sicher blöd tönt, wenn sie säge würd, wie viel Arbeit’s seg und sie so wenig Ziit für anders hegi. Für Fründe, oder en Hund (dä Wunsch hät sie sich aber inzwüsche erfüllt, heisst Hannah und isch ä dütschi Schäferhündin).

Wo mir (und demit mein ich all eus, wo nöd bekannt, berühemt oder entschprächend situitiert sind) glaubed, dass Gäld und Berühemtheit eim nur die sunnige Siite vom Läbe beschered, lat sich erahne, dass dä Pris sehr wahrschiendlich en höche isch.

D’Lauren beduret, dass si eso wenig Ziit für Fründe und Familie hät, so wenig Ziit für anderi Projekt, so wenig Glägeheite neui Mänsche känne z’lerne, Beziehige ufzbaue.

„Es isch beschtimmt kein idealä Ort anere Priesverleihig oder Filmpremiere Mänsche känne z’lerne oder Beziehige z’schtarte.“ Über ihres Privatläbe wird wenig bekannt. Sie lat weder öffentlich Näme falle no gseht mer si mit i „eidütige“ Augeblick. Sie erklärt mit „öpperem“ längeri Ziit ä Beziehig z’ha, sich trännt händ, wieder zämme cho sind und sich dänn doch wieder trännt händ. Au wird dä Name Matthew Perry gnännt, Schauspieler us de Erfolgsserie „Friends“, doch über das git’s au meh Schpekulatione als eidütigi Bewies. Sie ghört i dä Chreis vo de „100 Sexiest Hollywood-Junggselline“.

Was isch s’schmeichelhaftischte Kompliment wo mer anere Frau mache chan? Und im gliche Atemzug: Was isch s’Sündigschte, was mer amene „irisch-katholische“ Meitli abüte chan? Genau, ä Offerte vom Playboy!

 
 
Bild bei Klick vergrößern   Dä Macher vom erfolgriechschte Männermagazin isch „the sexiest mother on TV“ nöd unentdeckt bliebe. Obwohl sich d’Lauren am Afang ziemlich geschmeichlet gfühlt hät, äs Telefonat mit ihrem Vater hät kein Zwiefel ufcho la, das Agebot wird sie ablehne müesse.
 
     
  Sie verzehlt i Talkshows, dass sie drüber nadänkt, sich äs Tattoo z’mache la oder sich dä Buchnabel pirce z’la und im gliche Augeblick macht sie sich drüber luschtig, dass es wohl än uncoole Versuech wär „cool z’si".

2003 erwietered d’Lauren ihren Würkigschreis und gründet d’Produktionsfirma „Good Game Entertaiment“, wo in Kooperation mit Warner Bros and „The WB Network“ neui Idee für Film und Komödie entwickle söll. Unterschtützt wird sie von de Sydnie Suskind, enere berüehmte Drehbuechautorin.

En WB Verantwortliche seit zu dem Deal: „Ihre exzellänt Gschmack und ihre unternämerisch Geischt sind für eus ä Bericherig i de Lischte vo eusne erfolgrieche Produzänte. Mir sind fescht vo ihrem Talent überzügt, vor wie hinter dä Kamera“.

Viellicht scho än weise Schritt i d’Richtig, was isch, wänn mer vor dä Kamera nüme gfröget isch.

Im amerikanische Fernseh gilt die 7. Stafflä als Erfolgsbewiis. Wänn’s ä Serie gschafft hät, 7 Stafflä us z’strahlä, dänn isches en Erfolg gsi und mer söll immer dänn ufhöre, wänns am schönschte isch.

Därä goldigä Regle sind d’Produzäntä vo „Gilmore Girls“ treu bliibe. Obwohl heftig spekuliert wordä isch und d’Grüchtechuchi brodled und koched hät, am 4. Mai 2007 hät dä Fernsehsänder CW erklärt, dass mer kei wiiteri 8. Stafflä meh wett produzierä.

D’Fans sind über das meh als ufbracht gsi, will dä Sänder hät das nur zwei Folge vorem Seriäfinal bekannt gä. Wenig Ziit zum sich uf s’Seriäfinal i z’stellä. Was zrugg bliibä isch, isch ä Fängmeind wo sich betrogä gfühlt hät. D’Entwicklig vo dä Seriä, vor allem d’Liebesbeziehig vom Luke und dä Lorelai, isch schlussändlich nöd im Sinn vo dä meischtä Ahänger gsi.

D’Lauren isch die erscht vo dä Beteiligtä gsi, wo sich zum Ändi güsseret hät. Luut ihrere Ussag isch sie vorerscht mal froh, dass dä asträngend Seriäalltag es Ändi gno hät. Sie hät gseit, dass sie mega erschöpft wär und dass d’Muetter-Tochter-Beziehig verzellt wär.

Mit „Gilmore Girls“ beändet d’Lauren ä erfolgriichi TV-Karrierä., das, was au mag cho, ihrä Reputation verschaffä hät. Durch schnälls Redä, wo wöchentlich Millionä vo Zueschauer an Bildschirm lockt. Ihres Stigma hät sich is Prädikat „bsunders wertvoll“ entwickled.

 
   
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  Quo vadis Lauren?  
     
  Wänn ich ä Krischtallchugle het, dänn chönnt ich än Blick i d’Zuekunft wage. Viellicht langed aber au än Kaffisatz, zum d’Frage z’beantworte, wohi das es für d’Lauren gah wird.

Nirgends schlat s’Gsetz vom Alter so zue, wiei de amerikanische Unterhaltigsinduschtrie. Nur wenigi „elteri“ Schauspielerinne schaffed’s sich uf de Kinolinwand z’behaupte. Mer chan drüber hitzig depatiere, sich fröge, welli Art vo Scönheit würklich aschpricht, aber ändere wird mer a de Tatsach wenig.

Vieli Schauspieler erläbed au nach ere erfolgriche Ziit inere Serie ä Durschtschtrecki. Produzänte befürchtet, dass dä Zueschauer sich erscht mal vo ihrem/sim Gsicht satt gseh hät. Nöd sälte werdet Schauspieler dänn uf än beschtimmte Typus feschtgleit, d’Agebot variiered kaum. Wie viel Lorelai wird zuekünftig brucht? Viellicht weniger, aber d’Lauren höt no einiges z’büte.

Ab hier Übersetzung von Mona: D’Lauren het no während ihrera „Gilmore Girls“ Ziit d’Kinokomödia „Evan Allmächtig“ mit am Steve Carell an ihrera Siita und fast zur gliicha Ziit mit dr Diane Keaton „Because I Said So“ –„Von Frau zu Frau“ dräht.

 

Noch am Endi von „Gilmore Girls“ het sie beschlossa, sich kei längeri Usziit z gönna, sonder sich grad neua Filmprojekt z’widma. Wia an Hund, wo sich z’Wasser us am Fell schüttlet, probiart au d’Lauren dr „Lorelai Gilmore“ Stigmatisiarig vehemnt entgäga z’träta.

 

Ihri Rolla sind jetzt dia vor „unterstündende Ehefrau“,  wo ihran Ma im Kampf mit am Läba dr Rucka freihaltand.

 

In dia Sparta passand d’Film „Birds of America“ mit am Matthew Perry und „Flash of Genius“ mit am Greg Kinnear (beidi Film sind in Dütschland und ir Schwiiz bis jetzt nit gloffa.)

 

„Birds of America“ isch d’Gschicht vom Morri (gspielt vom Matthew Perry), wo in sim Läba uf dr Stell umatritt. Er wartet uf an Lehrstuahl ar Uni, damit er dia finanzielli Sicherheit het, um mit sinara Frau Betty (gspielt vor Lauren) a Familia gründa kann. Doch no het er sini Gschwüsterti z’bhüata, wo uf Grund vom früaha Verlust vo da Eltera psychischi Problem und Eigaheita entwicklet hend und mit ihram Läba nit klar kömmand.

 

„Birds of America“ isch klassisches Erzähl-Kino, produziert unter anderm vor Oskar-Priisträgerin Hillary Swank, wo a klini Näbarolla übernoh het. Dia Gschicht vonera Familia, wo nit ind’Norm passt, aber trotzallam schlussendlich durch ihra Zämmahalt dia Kriisa überwindet. ES isch a szenischi Belüchtig vor amerikanischa MIttelklass über d’Sehnsucht „drzua z’ghöra“ und ins Bild z’passa.

 

„Flash of Genius“ verzellt dia wohr Gschicht vom Dr. Robert Kearns, wo dr intervallgschalteti Schiibawüscher erfunda het, aber sini Entwicklig vo dr Autoindustrie abspentigt gmacht kriagt. Ab denn füahrt er a  juristischa Krüüzzug um dia persönlich Anerkennig von sinera Entwicklig.

 

D’Lauren spelt sini Frau Phyllis, wo als Muatter vo 6 Kind gega dr obsessivi Wahn vo ihram Ehema hilflos z’gega stüüra probiart, wo probiart ihri Famila als solchi ufrecht z’erhalta.

 

As schiint, dass wiiblichi Schauspielerinna im amerikanischa Kino zurziit a substanzielli Hauptrolla verwehrt bliibt und eigentlich nur im Fernseh Frauarolla abotakriagand, wo nit als „Biiwerk“, sonder als Hauptpersona agiera könnt.

 

Auf dr Pressekonferenz in Toronto 2008 für „Flash of Genius“ agsprocha, ob d’Lauren Film oder Fernseh bevorzugt, antwortat sie, dass ihra dia Variation vo beida Media als kunsterisches Ideal vorschwäba wür. Wäder Komik no Drama usschlüssa, sonder sich in beide Genres wiiter z’entwickla.

Übersetzung Mona Ende

 
 
Bild bei Klick vergrößern   Was klar isch, mit ihrere Darschtellig vo de Lorelai Gilmore hät d’Lauren sich sälber äs Zeiche gsetzt. Mit ihre wird sie immer verbunde bliibe. Die Frau, mit de blaue Auge, dä dunkle Haar, dä wilde Gschte, und em nette Lächle.
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  „Schwäz, dass ich Dich gseh….“  
  Wörter prassled wie än heftige Gwitterräge abe, blaui Auge funkled, Händ klatsched vor Freud id Luft, Haare wirbled umenand, dä ganz Körper i Bewegig. Die Energie schteckt a, Freud vo schöne Götterfunkä, was da brännt, lat sicher au cheltischti Herze erwärme.

Um kei Antwort verläge und doch: kei Silbe z’viel. Keis Wort unüberleit, kein freimüetige Iblick id Seelä. Wer sie würklich isch! Wer chann das säge?

Ich chann sie ghöre, ich chann sie gseh, aber ich erkänn sie nöd. Kei schtromlinieförmigi Ussag no politischi Statements, kei läbensphilosophischi Erkänntnis, kei Skandal, kei chläbrigi Liebesbekundige i jedi sich bütendi Kamera. Keis schleime „a-wer-au-immer“, eifach nett, beruhigend normal, nöd dä Wält entrückt.

All das isch mer dur dä Chopf gschosse, wo ich bi de Vorbereitig zu dere Biografie diversi Interviews mit de Lauren aglueget han. Ob flirtend mit em Craig Kilborn oder hoffnigslos blödle mit em Conan O’Brian, eifach nur witzig mit de Elen oder seriös mit de Dame vo „The View“: D’Lauren hät vieli Gsichter. Sie verzellt vo ihrem Vater und vo ihrne Fründe, vo ihrem Hund Hannah und trotzdem chammer sie nös fasse.

Grift mer also zur Not zum Aschtrologiebuech, findet mer über s’Schternzeiche Fisch folgendi Ussag: „D’Fisch sind die einzige Mensche, wo ihri wahr Natur verschtönd und begriefed, nume isch es ihne leider nöd möglich, das Wüsse andere mit z’teile, will die sie eifach nöd für voll nämed.“

D’Lauren redet viel und gärn, sogar für Amerikaner isch es aschträngend, ihrem Redefluss z’folge. Aber was bewegt sie würklich?

Über Liebesbeziehige schwiegt sie öffentlich. Schwierigi Gratwanderig: als Schauspielerin läbt mer vo de Medie und s’Fuetterfür die hungrige Lüt isch s’letschte Guet, wo mer bsitzt: s’Privatläbe!

Isch sie für oder gege dä Bush? Haltet sie dä Irakchrieg für richtig? Sött Todesschtraf abgschafft werde? Wie viel Meinig chann mer sich zur Ziit in Amerika als öffentlichi Person erlaube? Schlimm gnueg, sogar „uszeichneti“ Schauspieler befürchtet Gegemassnahme, wänn sie dütlich und lut säget, was sie dänked.

Sie sändet verschteckti Botschafte . In „Political Incorrect“ erläbt mer sie engagiert, da blitzt dä Mensch Lauren Graham mit ihrere Meingig uf. Wänn sie bim Conan O’Brian vo ihrere Überlegig verzellt, werum sie KEIS Buchnabelpircing mache lat („Mer müesst au is Soarium gah-wer will scho en wisse Buch gseh-dänn dänk ich, wänn mer DET ane gaht, das gliecht amene Schrei nach Hilf“), schwingt Ironie mit. Wider em Schöhnheits-und Jugendwahn und das im Mekka vo dä Schöhnheit-in Hollywood.

Sarkastischs Schmunzle vo einere, wo 40 Jahr alt isch und im Grund gno fürchte muess, vo de ganze 17 jährige Buse-und Pogliftete Starlets usgschtoche z’werde.

Wo de Kilborn ihre ä Beschriebig vomene Reporter über sie vorliest („Haare wie Siede, schtrahlendi Auge, Schultere, als ob sie dä Michelangelo gformt het...“) erkännt mer, dass de Lauren so öppis nur peinlich findet.

Viellicht hät sie bisher nöd de passend Interviewer troffe oder die entscheidend Frag gschtellt übercho. Ich glaube, sie het tatsächlich ganz viel zum säge.

© Koile 2005/2007/2008

Übersetzt vo de Stefanie und de Mona! DANKE!!!!!
 
   
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